BIOGRAPHIE
Die Salzburgerin Genia Kühmeier studiert im "Mozarteum" Salzburg zuerst Gesangspädagogik, bevor sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien im Fach Sologesang weiterführt (u.a. bei KS Margarita Lilova und KS Marjana Lipovsek).
Der Sieg beim 8. Internationalen Mozartwettbewerb 2002 in Salzburg legt den Grundstein für eine internationale Karriere der noch jungen Sängerin und führt in der Folge zur Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Dirigenten unserer Zeit.
2003 wird Genia Kühmeier als Karajan-Stipendiatin als Ensemble-Mitglied an die Wiener Staatsoper verpflichtet, wo sie bei der Premiere am 17. Februar 2003 als Inès in Donizettis LA FAVORITE unter dem Dirigat von Fabio Luisi Aufmerksamkeit erregt und dafür mit der Eberhard-Wächter-Medaille ausgezeichnet wird. Im April 2003 debütiert sie an der Wiener Staatsoper mit der Pamina in Mozarts ZAUBERFLÖTE unter Dietfried Bernet. In dieser Partie ist sie auch im Sommer 2003 beim Festival "RuhrTriennale" unter der Leitung von Mark Minkowski zu hören.
Wichtiger Schritt in ihrer Karriere ist Genia Kühmeiers Debüt an der Mailänder Scala im Dezember 2002 in Glucks IPHIGÉNIE EN AULIDE (Diane) unter Riccardo Muti. 2003/04 Repertoireerweiterung an der Wiener Staatsoper mit Rollen wie Adina/L'ELISIR D'AMORE unter Frédéric Chaslin, 1. Blumen-mädchen/Parsifal unter Donald Runnicles und 1. Magd/DAPHNE unter Semyon Bychkov. In der Spielzeit 2004/05 singt sie erstmals die Marzelline/FIDELIO unter Seiji Ozawa.
Zur Wiedereröffnung der Mailänder Scala im Dezember 2004 wird sie für die Rolle des Asterio in Salieris L'EUROPA RICONOSCIUTA unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti eingeladen, sowie für die Mozartwoche 2005 in einer konzertanten Aufführung von Mozarts IDOMENEO als Ilia unter Daniel Harding.
Bei den Salzburger Festspielen 2005 singt sie die Pamina unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti und ist dort gleichfalls in dieser Rolle im Sommer 2006 zu erleben. Zur 50-jährigen Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper nach dem 2.Weltkrieg wirkt sie beim Festkonzert als Sophie/ROSENKAVALIER unter Christian Thielemann mit.
Im Januar 2006 wird Genia Kühmeier bei ihrem Debüt als Ilia/IDOMENEO im Theater an der Wien inmitten der weltweiten Festivitäten zum 250. Geburtstag W. A. Mozarts unter dem für den erkrankten Musikdirektor Seiji Ozawa einspringenden Dirigenten Peter Schneider gefeiert und tritt dort abermals im Januar 2007 unter der Leitung von Bertrand de Billy auf.
Genia Kühmeiers Konzertrepertoire zeigt sich zugleich als vielfältig: ihrem Debüt als Liedsängerin bei der Schubertiade Schwarzenberg schließt sich 2002/03 Mozarts REQUIEM bei der Ruhrtriennale unter Kent Nagano, Haydns PAUKENMESSE und Mozarts VESPERAE DE DOMINICA unter Manfred Honeck in Einsiedeln an und mit Strauss' VIER LETZTEN LIEDERN (Bearbeitung für Streichseptett) ist sie in Wien und Salzburg zu hören.
Sie konzertiert ferner mit Beethoven-Liedern unter Sir Roger Norrington (Mozarteum Salzburg, Festival Luzern und Rheingau), sowie in Händels ALEXANDERFEST und Purcells ODE ON ST. CECILIA'S DAY unter Nikolaus Harnoncourt (Festivals styriarte).
Dezember 2003 und 2004 gastiert Genia Kühmeier beim traditionellen Concerto di Natale der Mailänder Scala unter der Leitung von Riccardo Muti und geht im Februar 2004 mit der Camerata Salzburg unter Sir Roger Norrington auf Tournee durch die Schweiz.
Ihre Debüts gibt sie im Wiener Musikverein mit der Telemann Kantate TAG DES GERICHTS unter Nikolaus Harnoncourt (von der Presse als "leuchtend blühender Sopran" bejubelt) im März 2004 und bei den Salzburger Festspielen 2004 mit Mozarts C-MOLL MESSE unter William Christie.
Für die Saison 2004/05 wird Genia Kühmeier vom Wiener Konzerthaus und dem Wiener Musikverein für den Rising-Star-Zyklus nominiert. Innerhalb dieses Rahmens entsteht mit der Pianistin Zita Tschirk in Koproduktion mit dem ORF ihre erste SOLO-CD, eine Auslese an Mozart, Schubert, Dvorák und Strauss-Liedern; Dokument einer jungen Künstlerin als prädestinierte Liedsängerin der Zukunft.
Im Oktober 2005 übernimmt sie die Sopran-Partie in Mahlers SINFONIE NR. 4 mit dem Mahler Chamber Orchester unter Daniel Harding in der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Bruckners TE DEUM singt sie im November 2005 mit den Wiener Philharmonikern unter Seiji Ozawa im Wiener Musikverein und debütiert damit auch in der Vatikan Basilika di San Paolo fuori le Mura beim IV. Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra in Rom. Im Dezember 2005 tritt sie erneut im Wiener Musikverein und in der Stadtpfarrkirche Eferding in Mozarts C-MOLL MESSE unter Nikolaus Harnoncourt auf.
März 2006: Genia Kühmeier stellt das Programm ihrer ersten SOLO-CD mit Zita Tschirk am Klavier in einem Liederabend im "Mozarteum" Salzburg vor. Im Musikverein für die Steiermark/Stephaniensaal in Graz debütiert sie mit dem Grazer Philharmonischen Orchester unter Leopold Hager; auf dem Programm steht die LAURETANISCHE LITANEI, EXULTATE JUBILATE und MISSA SOLEMNIS IN C von W. A. Mozart.
Am Royal Opera House/Covent Garden/London debütiert die Sängerin im September 2006 erfolgreich mit der Titelrolle als Sandrina in Mozarts LA FINTA GIARDINIERA unter dem Dirigat von Sir John Elliot Gardiner.
Zum 215. Todestag von W. A. Mozart am 5. Dezember 2006 singt Genia Kühmeier im Solistenquartett den Sopran in Mozart's REQUIEM, das in der Wiener Staatsoper mit den Wiener Philharmoniker und der Konzertvereinigung unter der Leitung von Christian Thielemann aufgeführt wird. Am selben Haus debütiert sie am 9. Dezember 2006 als Zdenka, von Publikum und Presse umjubelt, in der Richard Strauss Oper "ARABELLA" unter dem Dirigenten Franz Welser-Möst.
Ihre von den Zuhörern begeistert aufgenommenen Liederabend-Debüts bestreitet sie mit den Pianisten Roger Vignoles bei den Innsbrucker Kammerkonzerten im Konservatoriumsaal und Helmut Deutsch im Wiener Musikverein/Brahmssaal Ende Februar/Anfang März 2007.
April 2007 ist sie zum erstenmal in Paris als Sopran in der MESSE SOLENELLE von Hector Berlioz mit dem französischen Symphoniques Orchestre National unter dem Stab von Riccardo Muti am Théâtre des Champs Elysées zu hören, sowie in München/Herkulessaal der Residenz und Luxembourg/Grand Philharmonie mit Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunk abermals unter dem Dirigat Riccardo Muti im Oktober desselben Jahres.
Überwältigenden Anklang beim Pariser Publikum am Théâtre du Châtelet findet sie mit ihrem Haus- und Rollendebüt als Michaela in Georges Bizets "CARMEN" unter der Leitung von Mark Minkowski im Mai 2007.
Ihr Hausdebüt als Pamina in W. A. Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE gibt sie an der Bayerischen Staatsoper/Nationaltheater München unter der Leitung von Paul Daniel im Juni 2007.
Im selben Monat fesselt sie das Publikum bei der vom ORF live übertragenen Eröffnungsgala des Wolkenturm in Grafenegg mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der musikalischen Führung von Alfred Eschwé und singt darauf im Musikverein für die Steiermark/Graz die Hanne bei der vom Publikum mit Beifallsstürmen umjubelten Aufführung Joseph Haydns DIE JAHRESZEITEN mit dem Concentus Musicus und dem Arnold-Schönberg-Chor unter Nikolaus Harnoncourt.
Das 2. erfolgreiche Open-Air-Event in diesem Jahr findet für Genia Kühmeier als Pamina in W. A. Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter dem Dirigat von Sir Andrew Davis am 7. Juli in der Waldbühne Berlin statt.
Im September 2007 wird Genia Kühmeier mit ihrem Rollendebüt als Micaela in Bizets CARMEN unter dem Dirigenten Alan Gilbert auch vom Wiener Publikum an der Wiener Staatsoper frenetisch gefeiert. Im selben und darauffolgendem Monat gelangt sie durch eine Orchesterkonzerttournee des WDR-Sinfonieorchesters unter Semyon Bychkov mit orchestrierten Liedern von Richard Strauss in die Konzertsäle von Köln, Budapest, Wien, Prag und Athen.
In der Philharmonie am Gasteig/München hinterläßt sie zusammen mit Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons "einen bleibenden Eindruck beim Publikum" (Zitat aus der Radio B4-Klassik Live-Übertragung) mit Francis Poulencs STABAT MATER im November 2007.
Am 20. November 2007 gibt Genia Kühmeier an der Metropolitan Opera New York ihr sehr erfolgreiches Haus- und US-Debüt mit "ihrer" Pamina in W.A. Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko.
Dezember 2007 ist sie im Wiener Musikverein als Sopran in EIN DEUTSCHES REQUIEM von Johannes Brahms mit den Wiener Philharmonikern und dem Arnold-Schoenberg-Chor unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt zu hören, sowie als Pamina in W.A. Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE an der Wiener Staatsoper unter dem Dirigat von Alfred Eschwé.
Im Jahr 2008 (Januar, Februar und März) stellt sie erfolgreichst ihre Pamina das erste Mal in W.A. Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE am Royal Opera House/Covent Garden London unter der Leitung von Roland Böer vor und wird mit dieser Partie wieder bei den Salzburger Festspielen im August und an der Bayerischen Staatsoper München im Dezember auftreten.
Bei den Salzburger Osterfestspielen (März 2008) tritt sie zum erstenmal als Erzengel Gabriel und Eva in der umjubelten Aufführung der SCHÖPFUNG von Josef Haydn mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle auf.
ENGLISH VERSION OF "BIOGRAPHIE" (copyright by Künstleragentur Dr. Raab & Dr. Böhm)
Genia Kühmeier was born in Salzburg and initially studied music and vocal teaching at the Hochschule "Mozarteum" in Salzburg before continuing her studies for solo voice at the University for Music in Vienna as a student of KS Margarita Lilova and KS Marjana Lipovsek. Further coaching with both continues to take place on a regular basis.
In January 2002, Genia Kühmeier was awarded the first price at the 8th International Mozart Competition in Salzburg which was the beginning for an international career in which she already worked with such conductors as William Christie, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, Manfred Honeck, Fabio Luisi, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Mark Minkowski, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Franz Welser-Möst and Christian Thielemann.
From 2003-2006 Genia Kühmeier was a member of the ensemble of the Vienna State Opera, where she received the "Eberhard Waechter - Medaille" for her interpretation of Inès/LA FAVORITE. She further appeared in such roles as Pamina/DIE ZAUBERFLÖTE, First Flower Maiden/PARSIFAL, Adina/L'ELISIR D'AMORE, First Maid/DAPHNE, Marzelline/FIDELIO and her highly acclaimed Ilia/IDOMENEO in a new production of the Vienna State Opera at the Theater an der Wien. Genia will return for future engagements.
Genia Kühmeier made her long awaited debut as Pamina in Mozart's ZAUBERFLÖTE in 2003, a role she also performed with great success in a new production at the Ruhr-Triennale under the baton of Mark Minkowski. In summer 2005 her highly acclaimed opera debut at the Salzburg Festival in the role of Pamina under the artistic direction of Riccardo Muti, where she also took part in a new production of Pierre Audi in 2006, again led by Riccardo Muti. In summer 2008 she will return to Salzburg with this role under the baton of Riccardo Muti.
Further highlights of her young carreer include her debut at the Scala in Milan in December 2002 in the role of Diane/IPHIGÉNIE EN AULIDE under the baton of Riccardo Muti. She returned to the Scala in Milan for the reopening of the Operahouse in December 2004 as Asterio in Salieri's L'EUROPA RICONOSCIUTA under the artistic direction of Riccardo Muti.
In January 2005 she sang the role of Ilia in a concert performance of Mozart's IDOMENEO under the baton of Daniel Harding within the Mozart-Festival in Salzburg. In the same role Genia Kühmeier had an outstanding success in a new production of the Vienna State Opera at the Theater an der Wien one year later.
During the 2006/07 season Genia Kühmeier had several debuts such as at the Royal Opera House Covent Garden in Mozart's FINTA GIARDINIERA/Sandrina and at the Théâtre du Châtelet in Paris in Bizet's CARMEN as well as the Bavarian State Opera in Munich in Mozart's DIE ZAUBERFLÖTE. Perfomances at the Vienna State Opera include IDOMENEO and L'ELISIR D'AMOUR as well as a new production of Strauss' ARABELLA/Zdenka under the baton of Franz Welser-Möst. Besides some concerts with Christian Thielemann and Riccardo Muti she had her recital debut at the Vienna Musikverein.
Recent highlights further include concerts at the Vienna Musikverein, at the Schubertiade Schwarzenberg, Ruhr-Triennale, Styriarte, Salzburg Festival as well as the Lucerne Festival. She performed the Concerto di Natale at the Scala di Milano, Mahler's IV. SYMPHONIE with the Mahler Chamber Orchestra under the baton of Daniel Harding in Rome, Sophie/DER ROSENKAVALIER in a gala concert on the occasion of the 50th anniversary of the reopening of the Vienna State Opera after the 2nd world war under Christian Thielemann, Bruckner's TE DEUM with the Vienna Philharmonic under the baton of Seiji Ozawa at the Vienna Musikverein and at the Vatican as well as concerts with the Graz Philharmonic Orchestra under Leopold Hager and a recital at the Mozarteum Salzburg.
During the 2007/08 season Genia Kühmeier has her debut at the Metropolitan Opera in New York in the role of Pamina with Kirill Petrenko. With the same role she returns to the Royal Opera House Covent Garden and she further appears at the Vienna State Opera, singing Micaela/CARMEN and Pamina/DIE ZAUBERFLÖTE. On the concert stage she can be heard with the WDR-Sinfonie Orchester Köln and Semyon Bychkov with Lieder by Strauss in Cologne, Budapest, Vienna, Prague and Athens as well as with concerts of the Symphony Orchestra of the Bavarian Radio, conducted by Riccardo Muti and Mariss Jansons. Further engagements of the current season include concerts with Brahms' REQUIEM with the Vienna Philharmonic under Nikolaus Harnoncourt (to be recorded for CD), concerts with the Staatskapelle Dresden and Sir Colin Davis as well as Sir Charles Mackerras, Haydn's CREATION with the Berlin Philharmonic and Sir Simon Rattle at the Easter Festival in Salzburg, Haydn's SEASONS with the Concentus Musicus and Nikolaus Harnoncourt.